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Der Sport hat in unserer modernen von
zunehmender Freizeit geprägten Gesellschaft eine immer größere
Bedeutung. Sport ist ein wesentl. Faktor sowohl für Körper
und Geist des Einzelnen als auch für Gesundheitswesen, Wirtschaft,
Politik und Wissenschaft.
Neben dem Hochleistungssport und dem Sport treiben zur individuellen
Sebstbestätigung oder aus Spaß an der körperlichen
Bewegung wird Sport heute von der Medizin zielgerichtet zur Vorbeugung
von Krankheiten, als Sporttherapie, nach Unfällen und Operationen
sowie im Rahmen der Rehabilitation nach zahlreichen Erkrankungen
eingesetzt.
Sportverletzungen - Fehlbelastungsfolgen
Für den Sport gilt, daß alle Verletzungen, die akut während
des Sporttreibens auftreten, als Sportverletzungen zu bezeichnen
sind (z.B. Außenbandruptur am Sprunggelenk, Muskelfaserriss).
Die Grenze der sportlichen Leistungsfähigkeit wird in vielen
Sportarten durch die Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes
bestimmt. Die wesentliche Ursache von Fehlbeanspruchungen besteht
in dem Mißverhältnis zwischen der individuell möglichen
Belastbarkeit des Binde- und Stützgewebes und der tatsächlich
aufgetretenen Belastung durch die jeweilige Sportart. Diese Fehlbelastungen
machen sich als chronisch einwirkende Mikrotraumen auf den Bewegungsapparat
bemerkbar. Der Sportler nimmt sie zunächst als Schmerzen im
Bereich der Muskel-, Sehnenansätze oder Gelenke war. Wobei
die Funktionsbehinderung dabei häufig reversibel ist. Werden
die Fehlbelastungen nicht behoben, so kann es zu irreversiblen Struktur-
und Funktionsstörungen dem sog. Sport- oder Überlastungsschaden
kommen.
In den einzelnen Disziplinen findet
man ganz typische Verletzungslokalisationen. Der Sportmediziner
muß außer der Diagnostik und Therapie der Verletzungen
auch die sportartspezifischen Fehlbelastungsfolgen, die sich meist
aus den Bewegungsabläufen und den Belastungsverhältnissen
in den einzelnen Disziplinen ergeben, beachten. Der Sportler hat
mit Abstand die meisten Probleme am Haltungs- und Bewegungsapparat.
Es ist daher für den Orthopäden und Sportmediziner eine
wichtige Aufgabe neben der Therapie und Rehabilitation, vor allem
auch vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Diese ergeben sich
schon vielfach aus einer Analyse der Ursachen der Verletzungen.
Klinische Untersuchung
Die klinische Untersuchung stellt
nach wie vor die entscheidende Grundlage jeder Diagnostik und med.
Therapie dar. Die Interpretation und Wertung der erhobenen Befunde
setzt sportmedizinische Erfahrung voraus. Die sportmedizinische
Untersuchung beinhaltet Inspektion, Palpation, Beweglichkeitsprüfung
sowie spezielle Tests (z.B. Stabilitätsprüfung), ggf.
auch eine neurologische Untersuchung. Hieraus ergibt sich ggf. die
Notwendigkeit weiterführender diagnostischer Verfahren:
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Röntgen (z.B. Ausschluß
Fraktur, knöcherner Bandausriß) |
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Ultraschall (z.B. Flüssigkeitsansammlungen,
Blutergüsse, Weichteilverletzungen, Sehnen- und Muskelrisse) |
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CT (Knochenverletzungen) |
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MRT (Magnetresonanztomographie
= Kernspintomographie) (Weichteilverletzungen, i.a.- Verletzungen
z.B. Knorpel- oder Bandläsionen, Durchblutungsstörungen) |
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Szintigraphie (Stoffwechselstörung
und Durchblutungsstörungen, Ermüdungsbrüche) |
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Labortests (Entzündungsparameter,
Stoffwechselstörungen, Hormonstörungen) |
Therapie und Prophylaxe
Im Rahmen einer sportmedizinischen Betreuung
können folgende Behandlungsverfahren bzw. vorbeugende Maßnahmen
zur Anwendung kommen:
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Sportartspezifische Beratung |
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Sporttraumatologische
Probleme verschiedener Altersstufen |
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Funktionelle Verbände,
Bandagen, Orthesen, Einlagen |
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Physikalische Therapie, Krankengymnastik, Krafttraining |
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Medikamente, Injektionen |
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Akupunktur, Moxibustion. Schröpfen |
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Magnetfeldtherapie |
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Stosswellentherapie |
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Sportschuhberatung |
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Ernährungsberatung |
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Sport und Endoprothese |
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Operative Eingriffe: Beratung,
Planung und Auswahl geeigneter Operateure je nach Verletzung |
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