Praxis Dr. Med. Albert und Dr. Med. Keil



Knorpelschutztherapie mit Hyaluronsäure

Gelenkaufbau

In einem Gelenk sind die einander gegenüberliegenden Enden der Knochen in eine Gelenkkapsel eingeschlossen. Die Gelenkkapsel wird von einer zähen Flüssigkeit ausgefüllt, die Synovialflüssigkeit (oder Gelenkschmiere) heißt. Innen wird das Gelenk von der sog. Synovialmembran ausgekleidet. Die beiden Knochenenden sind mit einer wenige Millimeter dicken Knorpelschicht überzogen. Die Ernährung des Gelenkknorpels erfolgt ausschließlich durch die Synovialflüssigkeit. Diese hält die Gewebe auf Distanz und schützt die Knorpeloberflächen vor dem Verschleiß durch Abrieb. Darüberhinaus dient sie als Stoßdämpfer, sie schmiert das Gelenk und trägt dazu bei, dass es sich leicht und frei bewegen kann. Die wichtigste Komponente der Synovialflüssigkeit heißt Hyaluronsäure.

Was passiert bei einer Gelenkverschleiß- erkrankung?

Im Rahmen der Arthroseentwicklung wird der Gelenkknorpel allmählich abgerieben und verliert seine Elastizität und Belastbarkeit. Einmal zerstörtes Knorpelgewebe kann nicht durch neugebildetes Gewebe komplett ersetzt werden. Auch die Hyaluronsäure unterliegt einigen Veränderungen bei der Arthrose, vor allem das Gleichgewicht zwischen Abbau der alten und Produktion neuer Hyaluronsäure ist erheblich gestört. Begünstigt wird die Entwicklung einer Verschleißerkrankung vor allem durch Übergewicht, Fehlstellung der Gelenke (z.B. fehlerhafte Beinachsen), Inaktiviät, Entzündungsprozesse sowie Überlastungssituationen (bestimmte Berufe, bestimmte Sportarten).

Wie wirkt intraartikulär verabreichte Hyaluronsäure?

Die Hyaluronsäure wird zur Verbesserung der Synovialflüssigkeit direkt in das Gelenk eingespritzt. Sie wirkt dadurch, dass sie das normale Gleichgewicht zwischen Abbau und Neubildung wieder herstellt. Dadurch gehen Schmerzen und Bewegungseinschränkung deutlich zurück.

Wie wird Hyaluronsäure hergestellt?

In unserer Praxis werden ausschließlich Präparate verwendet, die synthetisch hergestellte Hyaluronsäure beinhalten, d.h. sie enthalten nicht das teilweise allergieauslösende Hühnereiweiß. Die Injektionen erfolgen in der Regel in wöchentlichem Rhythmus (meist 5 Injektionen je Gelenk).

 
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