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Gelenkaufbau
In einem Gelenk sind die einander gegenüberliegenden Enden
der Knochen in eine Gelenkkapsel eingeschlossen. Die Gelenkkapsel
wird von einer zähen Flüssigkeit ausgefüllt, die
Synovialflüssigkeit (oder Gelenkschmiere) heißt. Innen
wird das Gelenk von der sog. Synovialmembran ausgekleidet. Die beiden
Knochenenden sind mit einer wenige Millimeter dicken Knorpelschicht überzogen. Die Ernährung
des Gelenkknorpels erfolgt ausschließlich durch die Synovialflüssigkeit.
Diese hält die Gewebe auf Distanz und schützt die Knorpeloberflächen
vor dem Verschleiß durch Abrieb. Darüberhinaus dient sie als Stoßdämpfer, sie schmiert das Gelenk und trägt
dazu bei, dass es sich leicht und frei bewegen kann. Die wichtigste
Komponente der Synovialflüssigkeit heißt Hyaluronsäure.
Was passiert bei einer Gelenkverschleiß-
erkrankung?
Im Rahmen der Arthroseentwicklung
wird der Gelenkknorpel allmählich abgerieben und verliert seine
Elastizität und Belastbarkeit. Einmal zerstörtes Knorpelgewebe
kann nicht durch neugebildetes Gewebe komplett ersetzt werden. Auch
die Hyaluronsäure unterliegt einigen Veränderungen bei
der Arthrose, vor allem das Gleichgewicht zwischen Abbau der alten
und Produktion neuer Hyaluronsäure ist erheblich gestört.
Begünstigt wird die Entwicklung einer Verschleißerkrankung
vor allem durch Übergewicht, Fehlstellung der Gelenke (z.B.
fehlerhafte Beinachsen), Inaktiviät, Entzündungsprozesse
sowie Überlastungssituationen (bestimmte Berufe, bestimmte
Sportarten).
Wie wirkt intraartikulär verabreichte
Hyaluronsäure?
Die Hyaluronsäure wird zur Verbesserung
der Synovialflüssigkeit direkt in das Gelenk eingespritzt.
Sie wirkt dadurch, dass sie das normale Gleichgewicht zwischen
Abbau und Neubildung wieder herstellt. Dadurch gehen Schmerzen und
Bewegungseinschränkung deutlich zurück.
Wie wird Hyaluronsäure hergestellt?
In unserer Praxis werden ausschließlich
Präparate verwendet, die synthetisch hergestellte Hyaluronsäure
beinhalten, d.h. sie enthalten nicht das teilweise allergieauslösende
Hühnereiweiß. Die Injektionen erfolgen in der Regel in
wöchentlichem Rhythmus (meist 5 Injektionen je Gelenk).
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