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Viele orthopädische Erkrankungen können
nicht vollständig ausgeheilt werden. Um die Funktion des erkrankten
Körperteils zu verbessern oder Schmerzen zu lindern ist dazu
oft die Verwendung eines Hilfsmittels angebracht.
Typische Hilfsmittel, die durch Orthopäden
dem Patienten vorgeschlagen und ggf. verordnet werden, sind Prothesen/
Gliedmaßenersatz bei Amputationen, Schienen zur Gelenkstabilisierung,
z.B. bei Kreuzbandinstabilität am Knie, Rückenstütz-
oder Rückenkorrekturmieder bei Skoliosen (WS-Verkrümmungen
im Wachstumsalter) und Wirbelkörperverletzungen oder Osteoporose.
Auch Bandagen bei Überlastung von Sehnen und Gelenken kommen
oft am Handgelenk, Ellenbogengelenk oder Sprunggelenk zum Einsatz.
Eine häufige Zivilisationskrankheit,
die durch genetische Faktoren und Übergewicht verschlechtert
wird, ist die Abflachung des Fußgewölbes. Hier können
stützende oder korrigierende Einlagen Folgeschäden und
Operationen verhindern. Druckstellen an den Füßen können
durch Hohllegung entlastet werden. Bei schweren Fußverformungen
werden orthopädische Maßschuhe verordnet und - wie alle
größeren Hilfsmittel - in Zusammenarbeit zwischen Orthopäden
und Orthopädiemechaniker im Sanitätshaus gefertigt.
Andere Hilfsmittel wie Halswirbelstützen
oder Schulterbandagen werden meist nach Unfällen oder Operationen
benötigt. Auch Unterarmgehstützen und Handgehstöcke,
Keilkissen, ergonomische Bürostühle oder PKW-Sitze u.v.a.
mehr werden im Rahmen der orthopädischen Sprechstunde angesprochen
und können teilweise zu Lasten der Krankenkasse verordnet werden.
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